Großer Andrang beim 18. Bad Wildbad Stäffeleslauf

Der Stäffeleslauf, der traditionell immer freitagabends stattfindet, hat bei vielen regionalen und überregionalen Bergläufern einen festen Platz im Wettkampfkalender. Aber auch zahlreiche Freizeitsportler zählen zu den Wiederholungstätern, die – mal besser, mal weniger gut vorbereitet – diese extreme Herausforderung annehmen. Den vielen Zuschauern wird ein kurzweiliges Spektakel geboten, bei dem die unterschiedlichsten Lauftechniken zu beobachten sind. Egal ob Bergprofis oder Hobbyläufer: Oben angekommen sind sie alle erstmal platt, aber auch sichtlich stolz, den Sommerberg bezwungen zu haben.

Schon Tage vorher hat der TSV Wildbad als Veranstalter die Reihenfolge der Startpaare festgelegt, die im Abstand von 20 Sekunden auf die Strecke geschickt werden.

Das Laufteam Oberkollbach wagte sich mit drei Starterinnen und drei Startern an Deutschlands längste Treppe mit 1.987 Stufen und einer Steigung von bis zu 52 %. Nur wer sich den Stäffeleslauf schon einmal selbst „angetan“ hat, weiß, welche extreme Belastung dort wartet. Selbst unter Kennern gilt dieses Event als „Mount Everest der Treppenläufe“.

Dazu herrschten diesmal knapp 29 Grad – Bedingungen, die dem Stäffeleslauf eine ganz eigene, zusätzliche Schärfe gaben.

Markus Eißler erreichte die Bergstation der Sommerbergbahn nach 10:28 Minuten als 12. der Männer‑Gesamtwertung und Zweiter der AK M50. Unterm Strich bedeutete das eine Verbesserung um 42 Sekunden gegenüber dem Vorjahr – trotz der anspruchsvollen Bedingungen.
Nach 14:03 Minuten folgte Katrin Eißler als dreizehnte Frau und Zweitplatzierte der AK W50.

Die W65‑Starterin Regina Vielmeier folgte als vierzehnte Frau nach 14:12 Minuten und wurde damit Siegerin in ihrer Altersklasse. Auch noch gut unter 15 Minuten (14:28) blieb Claudia Gösche als Achtzehnte und holte sich ein Podest als Dritte der AK W35.

Andreas Vielmeier war mit 14:07 Minuten Zweitschnellster der AK M65, und Mario Stöckel finishte nach 14:35 Minuten als Vierter der stark besetzten AK M55. Stöckel traf damit fast auf die Sekunde die Zeit vom Vorjahr (14:36).

Gesamtsiegerin wurde Lara Elea Eckhardt (Towerrunning Germany). Mit starken 10:42 Minuten distanzierte sie sogar Profiläuferin Elena Burkhardt (LG farbtex Nordschwarzwald) um mehr als eine halbe Minute. Bei den Männern triumphierte erneut Christian Riedl (Towerrunning Germany), der nach 8:12 Minuten knapp vor Ryoji Watanabe ins Ziel kam.

Viel Respekt ernteten die 16 Feuerwehrfrauen und 104 Feuerwehrmänner, die in kompletter Einsatzkleidung und mit Atemschutzgerät (nicht angeschlossen) diese besondere Herausforderung meisterten. Unter ihnen war auch Louisa Wein (FFW Gechingen/FFW Lehningen), die sonst in den Farben des Laufteams Oberkollbach startet. Mit bewundernswertem Einsatz ließ sie 15 Frauen hinter sich und belegte in starken 19:37 Minuten den ersten Platz der Feuerwehrwertung.

Das Event war wie immer vorbildlich vom Veranstalter TSV Wildbad organisiert, und Teilnehmer wie Zuschauer freuen sich schon aufs nächste Jahr.